2020-08-03

Text von V.Frankls

In meiner Arbeit als Trauer und Hospizbegleiter
stütze ich mich sehr gern auf Texte von Victor Frankl.

Da gibt es einzelne Abschnitte, die mich doch sehr zum Nachdenken und Reflektieren bringen.
Sowie folgender Textabschnitt aus seinem Buch 
” DER WILLE ZUM SINN”

“Aber es geht weniger um den Tod und überhaupt um das, was der Mensch vor sich hat, als um das, was der Mensch hinter sich bringt.
Es geht um die Verantwortlichkeit angesichts der Vergänglichkeit!
Denn auch diese Vergänglichkeit ist nichts,
was die Verantwortungsfreude lähmen könnte.
Im Gegenteil: Was vergänglich ist, sind allein die Möglichkeiten zur Wertverwirklichung;
Aber in dem wir sie verwirklichen, retten wir sie nachgerade in die Wirklichkeit hinein - 
in die Wirklichkeit des Vergangen-Seins!
Denn in der Vergangenheit sind sie aufgehoben
durchaus im Hegelschen Doppelsinn, 
der auch “aufbewahren” meint.
Denn das Vergangensein ist vielleicht die sicherste Form von Sein überhaupt.
Denn was vergangen ist lässt sich nimmermehr aus der Welt schaffen,
kommt es aber unserer Verantwortung nicht gerade deshalb darauf an, es eben in die Welt zu schaffen?

Sehr interessante Idee von Frankl und wie ich meine, auch viel Stoff zum Nachdenken bezüglich 
der Yoga Philosophie:
unsere Schwierigkeiten im Leben entstehen dadurch, dass wir nicht loslassen können.
Aber natürlich sind die beiden Aussagen keine Widerspruch, sich dieses zu erarbeiten kann eine interessante Herausforderung sein.

hari om tat sat

Admin - 08:11:38 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen